Liebhabertheater Schloss Kochberg
Theater an der Klassik Stiftung Weimar

zum Spielplan

Ariadne auf Naxos

Melodram von Georg Anton Benda (1775)
Text von Johann Christian Brandes

Ariadne auf Naxos ein Duodrama mit Musik ist das erste deutsche Melodram (Szenisches Schauspiel und Instrumentalmusik). Georg Anton Benda komponierte die Musik zum Libretto von Johann Christian Brandes. Erzählt wird die tragische Liebesgeschichte zweier Königskinder aus verfeindeten Ländern, deren Liebe keine Chance hat. Ariadne, die Tochter des Königs von Kreta, die dem Athener Theseus half, den Minotaurus zu besiegen, folgte ihm aus Liebe auf die Felseninsel Naxos. Er entscheidet sich, sie dort zurückzulassen, um mit seinen Griechen zu neuen Heldentaten weiterzuziehen. Die verlassene Ariadne stürzt sich vom Felsen ins Meer.

1775 uraufgeführt im Gothaer Schlosstheater wurde Ariadne auf Naxos ein großer Erfolg. Das Melodram kennzeichnet den Aufbruch in der Musik zur Zeit der Vorklassik, als diese neue Kunstform aufkam. Im Sinne der Epoche der Empfindsamkeit wird nicht die äußere Handlung geschildert, sondern vielmehr das innere Drama des tragischen Liebespaares. So wird die antike Geschichte aus einem zeitgemäßen Blickwinkel neu erzählt. Es ist – leider – eine hochaktuelle Geschichte. Wie bei dem Liebespaar der Antike werden auch heute Liebe und Freundschaft durch kriegerische Ereignisse und Feindseligkeiten zerstört.

Das Melodram hat mittlerweile deutschlandweite Anerkennung erlangt, lesen Sie z.B. die Rezension von Andreas Platthaus von der FAZ vom 6.5.2024:
Zur Rezension

Download

zum Spielplan